Tiffany Glaskunst

Damit die eigene Bastelarbeit auch wirklich zur Glaskunst wird, sind einige Materialien nötig.

Tiffany Glas

Für die Tiffany Glaskunst können verschiedene Gläser verwendet werden. Die bekanntesten sind:
  • Opalescent-Glas oder Kathedral-Glas: wird teilweise in Handarbeit hergestellt und zu Platten gegossen.
  • Antik-Glas: wird in Handarbeit hergestellt mit den dafür typischen kleinen Unregelmäßigkeiten, die von Experten so geschätzt werden
  • Ripple: die Rückseite ist stark geriffelt. Diese Strukturierung wird bei besonderen Effekten eingesetzt. (aber Vorsicht: dieses Glas ist sehr schwierig zu schneiden!)
  • Industrieglas: sehr einfach zu verarbeiten, auch billiger als andere Gläser, die für die Tiffany Glaskunst verwendet werden. Strukturen und Ripples werden maschinell aufgewalzt, wodurch allerdings ein wenig der Lebendigkeit verloren geht.

Tipps für Liebhaber der Tiffany Glaskunst:

Da viele Glasplatten Unikate sind, sehen sie oft unterschiedlich aus. Darum empfiehlt es sich, immer genügend Material zu besorgen.
Bei der Tiffany Glaskunst rechnet man mit ca. 1/3 Verschnitt und Bruch. Bei komplizierteren Vorlagen kann es natürlich auch mehr sein.
Nicht nur verschieden Glassorten sind unterschiedlich leicht zu verarbeiten, bei den Farben gibt es auch einige Unterschiede. So läßt sich Glas in den Farben Rot, Gelb oder Orange eher schwer, Glas in den Farben Grün, Weiß oder Amber besonders leicht schneiden.

Werkzeug und Material für Tiffany Glaskunst

  • 1.Glasschneider:
    Es gibt unterschiedliche Qualitäten und Preisgruppen davon im Handel. Meist reicht ein Glasschneider mit einfachen Rädchen aus, das jedoch gut sichtbar sein sollte, damit man sieht, wo man schneidet. Rädchen und Achse sollten immer mit Schneideöl geschmiert werden.
  • 2.Glasbrechzange und/oder Kröselzange:
    Damit bricht man kleinere Stücke aus dem Glas. Mit der Kröselzange werden Innenkurven und schmalere Teile herausgebrochen. Sie hat schmalere Backen als die Glasbrechzange.
  • 3.Carborundfeile oder Schleifmaschine:
    Die oft rauhen und zackigen Kanten müssen noch nachbearbeitet werden, damit die Kupferfolie gut kleben kann.
  • 4.Kupferfolie:
    Die Breite sollte immer passend zur Glasstärke sein.
  • 5.Lötkolben:
    Er sollte mindestens 50 Watt haben, handlich und nicht zu schwer sein.
  • 6.Lötfett oder Lötwasser:
    Hiermit wird das Zinn auf der Kupferfolie zum Fließen gebracht.
  • 7.Lötzinn:
    Besteht aus einer Zinn-Bleilegierung. Für das Punktlöten wird oft die 50:50-Legierung verwendet. Wenn man eine halbrunde Lötnaht haben will, verwendet man die 60:40-Legierung.
  • 8.Patina:
    Die silbrige Lötnaht läßt sich mit Chemikalien z.B. in den Farben Kupfer, Bronze oder Schwarz einfärben.